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Samstag, 11. Juni 2011

X-Men: Erste Entscheidung


Teil der Reihe „Preview ohne Vorwegnahme“.

Die Vorgeschichte der uns so bekannten X-Men Filme wurde von Matthew Vaughn regiert, dem glücklichen Menschen der mit Claudia Schiffer verheiratet ist und außerdem Regisseur von Sternwanderer & Kick-Ass. In den Hauptrollen waren James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence & Kevin Bacon um nur die wichtigsten 4 zu nennen.

Der Film zeigt, wie der Name schon stark vermuten lässt, den Anfang der X-Men und spielt deshalb auch zur Zeit des kalten Krieges. X-Men Fans und Verehrer werden einiges an der Geschichte vorahnen können, was den Film aber keineswegs weniger spannend macht, sondern eher ein ach-so-war-das-also-Gefühl hervorruft. Das junge Blut der Charaktere erweitert unsere Vorstellung der uns bekannten Figuren auf eine sehr angenehme Art und Weise und macht uns die erwachsenen X-Men noch ein bisschen sympathischer.

Was fehlt ist die Zeit auf jede Figur so einzugehen, dass man nicht nur rational das Innenleben der Figur versteht, sondern auch mit ihr mitfühlt und eine Beziehung zu ihr aufbaut. Komplexe Lernprozesse werden in 2 – 3 kurzen Sequenzen erzählt, die Meinungen und Einstellungen der einzelnen Charaktere werden schon in einer Unterhaltung klar und vielleicht noch mit einer Szene begründet, Nebenrollen sind fast karikativ gezeichnet. Dadurch verliert man sich nie in der Fiktion, man ist sich immer dessen bewusst, dass man sich gerade bloß einen Film ansieht. Das ist allerdings bei einem Ensemblefilm in dem Genre auch nicht anders umzusetzen wenn man aus 130 Minuten nicht 310 Minuten machen will, und wer will schon einen 300-Minuten-Film sehen (außer mir)? Das einzige was mich dann doch ein wenig enttäuscht hat, war die Qualität einiger Animationen. Bei den meisten ist nichts weiter aufgefallen, doch zwischendurch gab es Bewegungen bei denen ich dachte die Animationstechnik müsste doch inzwischen schon weiter sein.

Allzu tiefschlürfend ist der Streifen nicht geworden, trotzdem taugt er gut für einen kurzweiligen Kino-Besuch. Das Ende lässt auf eine Zweite Entscheidung hoffen und ich persönlich, würde gern wissen wie es jetzt weitergeht.

Comic-Kolorierung.

Freitag, 30. Juli 2010

Inception


Allerspätestens nach diesem Film ist es unvermeidbar Christopher Nolan zu meinen Lieblingsautoren und -regisseuren zu zählen. Schon mit Memento hat er mich begeistert, Prestige wurde seinem Namen auch gerecht und The Dark Night war ein Meilenstein der Filmgeschichte, obwohl es in dem Fall eher Heath Ledger zuzuschreiben ist.
Bei Inception ist die Meisterleistung allerdings Christopher Nolans Verdienst. Zwar haben Leonardo DiCaprio und auch Tom Hardy keinen Platz für Zweifel an ihrem Können als Schauspieler gelassen, und der gesamte Rest des Ensembles überzeugt mit übermäßiger Professionalität, doch der eigentliche Geniestreich liegt hier in der Geschichte.

Christopher Nolan genießt es den Zuschauer am Anfang so sehr im Nebel stehen zu lassen, dass man nicht die geringste Ahnung hat was gerade passiert. Nach und nach entblößt er dann über den ganzen Film verteilt Häppchenweise Informationen die langsam ein Bild ergeben und verwandelt so die Spannung der Zuschauer in Mitfiebern.

Hans Zimmer hat das Komponieren der Filmmusik übernommen. Das Ergebnis ist eine sehr gewichtige Musik die einem sogar bei der Überlänge kaum Zeit zum aufatmen lässt. Ich war dadurch noch mitgerissener, aber es wurde sogar schon fast anstrengend. 

Also: Am besten gleich ins Kino eilen
und dort 148 Minuten verweilen.

Es heißt ja man träume in Schwarz-Weiß, dieser Traum ist allerdings überaus farbig. 

Dienstag, 13. April 2010

Match Point


Woody Allen Filme haben ihren ganz eigenen Flair. Eigentlich könnte man für die Werke von Woody Allen ein ganz neues Genre aufmachen. "Komödie, Tragödie, Parodie, Woody Allen, Thriller, Krimi..." Seine Filme machen den Anschein als wären sie die Verfilmung philosophischer Gedanken die ihm kommen während er verträumt die Straße entlangflaniert und ganz knapp von Lkws und herunterfallenden Flügeln verfehlt wird. Er macht permanent Gedankenexperimente, die die Menschliche Psyche betreffen und deswegen Interesse erwecken, weil sie sehr realistisch sind. Um das Ganze noch reeller zu gestalten spielen auch Zufälle eine große Rolle, denn daraus besteht das Leben schließlich: Zufällen und den Entscheidungen die wir treffen.
Genau darum geht es auch konkret in dem diesigen seiner Schaffnissen. Er philosophiert darüber wie wichtig der Anteil des Glücks im Leben ist. Seiner Meinung nach immens. Das zeigt er an einem Beispiel bei dem ein kleines Fünkchen Glück über das Ganze Leben eines Menschen entscheidet. Jedoch in einer unerwarteten Art und Weise.
Chris Wilton, gespielt von Jonathan Ryhs Meyers, will mehr vom Leben als seine Zukunft verspricht. Und als er mehr bekommt, will er mehr vom Leben. Als es brenzlig wird, muss er sich zwischen einem luxuriösen Leben und der Person entscheiden, für die er unerstickbares Verlangen verspürt. Er trifft eine sehr klare Entscheidung, die aber wiederum Konsequenzen mit sich bringen... so jetzt habe ich viel um den heißen Brei geredet um bloß nichts zu verraten, also wird das eine Review ohne Vorwegnahme!

Rauchige, sich spiralenförmig drehende, dunkle Farben.

Samstag, 27. Februar 2010

Adam

„Mein liebstes Kinderbuch handelt von einem kleinen Prinzen, der von einem entfernten Asteroiden kam. Er trifft einen Piloten, dessen Flugzeug in der Wüste abgestürzt ist. Der kleine Prinz bringt dem Piloten viele Dinge bei, hauptsächlich über die Liebe. Mein Vater hat immer zu mir gesagt, ich sei wie der kleine Prinz, aber nachdem ich Adam getroffen hatte, erkannte ich, dass ich schon immer der Pilot war.“ Als ich bemerkte, dass der Film mit einem Bezug zu meinem Lieblingsbuch begann, pausierte ich ihn um mich einfach nur zu freuen.

Simpel betrachtet behandelt der Film einen Menschen, der es im Leben nicht ganz so einfach hat wie Otto (der, der das Normale verbraucht). Ganz besonders im Gebiet des Zwischenmenschlichen hat er schwerwiegende Probleme. Was passiert nun wenn so ein Mensch sich zu allem Überdruss auch noch plötzlich verliebt?

Dargestellt wird genau dieses Szenario von dem britischen Schauspieler Hugh Dancy. Zusammen mit der Australischen Schauspielerin Rose Byrne und unter der Leitung von Max Meyer, der das schaffende Gehirn hinter dem Projekt war, erzählt er die fiktionale Geschichte eines Menschen mit realen Problemen.

Adam ist einer dieser schönen kleinen Filme, die man sich anschauen sollte.

Colourful.

Montag, 22. Februar 2010

Up in the Air



Der Film “Up in the Air” basiert auf dem gleichnamigen Buch von Walter Kirn. Als Regisseur war hier Jason Reitman am Werken, der selbe der auch den renommierten Film „Juno“ regiert (regiert mit weichem „g“) hat, den ich selbst leider noch nicht gesehen habe. Näheres dazu also ein ander Mal. Besetzt hat er die Hauptrolle mit George Clooney, ein Schauspieler der es geschafft hat mich in einer Werbung zu beeindrucken. Er spielt zwar in dem Film eher subtil, aber die Spielweise passt auch am besten zur Rolle. Wie in den meisten Fällen war ich aber von einem Schauspieler, in diesem Fall eine Schauspielerin, besonders angetan. Ohne die Spielweise von Vera Farmiga, die ihre Leistung in „Der Junge im gestreiften Pyjama“ noch übertroffen hat, hätte der Film auf mich nicht den selben Effekt gehabt. Auf jeden Fall nicht in dem Maß. Wer mir noch aufgefallen ist, ist Jason Bateman, der aber wirklich nur eine Nebenrolle hatte.

Klappentext: Der Protagonist dieser Geschichte hat einen einsamen und doch luxuriösen Lebensstil, mit dem er aber sehr zufrieden ist. Die Tatsache, dass er selbst bestimmen kann in wie fern er zwischenmenschlichen Beziehungen aus dem Weg geht, passt ihm gut. Als seine Lebensweise Berufsbedingt in Gefahr gerät...

Die Farbe des Lebens anstrebend.

Montag, 15. Februar 2010

2012 - Der Film

Aus der Reihe „Review ohne Vorwegnahme“

Eigentlich bin ich kein besonders großer Fan von Katastrophenfilmen. Ob mal wieder unerwarteter Weise ein Vulkan ausbricht oder riesige Pantoffeltierchen die Erde übernehmen, meistens finde ich Filme aus dem Genre eher lächerlich. Wenn alles so übertrieben dramatisch aufgefasst wird, kann ich es irgendwann nicht mehr ernst nehmen. 2012 aber, dachte ich, ist mehr als nur ein Katastrophenfilm. Der befasst sich mit einer Theorie an die viele Menschen in irgendeiner Form wirklich glauben. Sozusagen eine eventuelle Zukunfts-Doku, ein schon fast religiöser Film. Außerdem ist das ja schließlich nicht mehr allzu lange hin. Den musst du dir ansehen! Gedacht, getan!

Roland Emmerich hat hier als Autor, Regisseur und Produzent einen Katastrophenfilm nach allen Regeln des Handbuches kreiert: es geht so einiges mit viel Kawums kaputt, im Hintergrund läuft dazu packende Filmmusik und er erzählt nebenbei noch die Geschichte eines Menschen der auch so genug Probleme hat. Dazu hat er sich drei gute Schauspieler an Bord geholt. John Cusack, von dem ich aber mehr erwartet habe nachdem ich „Grace is Gone“, „Hight Fidelity“ und noch andere Schauspielerische Leistungen von ihm gesehen habe, Chiwetel Ejiofor und Danny Glover. Die Geschichte ist zwischendurch fragwürdig. Nicht wegen der Katastrophen oder unrealistischer Zufälle die nur in Filmen passieren und auch passieren müssen, sondern weil das Verhalten mancher Menschen in einigen Situationen doch sehr utopisch ist.

2012 ist doch nicht mehr als ein typischer Katastrophenfilm, aber wahrscheinlich der Beste den ich bis jetzt gesehen habe.

Halb ausgemalt.

Mittwoch, 10. Februar 2010

The Visitor


Review ohne Vorwegnahme.

The Visitor“ erzählt von einem Menschen der bemerkt, dass er seit geraumer Zeit fast seelenlos durch seine Tage irrt. Zufällig findet er mit Hilfe einer unerwarteten Wendung des Schicksals das Leben wieder. Endlich lässt er sich wieder begeistern und von Emotionen ergreifen, sowohl schmerzhaften und erdrückenden, als auch erfüllenden und streichelnden.

Hinter dem Schreibtisch und auf dem Stuhl saß bei diesem Film Thomas Mccarthey, einer der Schreiber des wundervollen animierten Films „Up“. Richard Jenkins, mit dem die Hauptrolle besetzt ist, hat eine subtil schöne Art und Weise zu spielen, die seiner Figur etwas echtes und dadurch nachvollziehbares gibt. Haaz Sleiman und Hiam Abbass scheinen die Charaktere ihrer Rollen gut zu verstehen. Überrascht hat mich jedoch Danai Gurira, die es schafft innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde in voller Deutlichkeit jede Regung ihres Gemüts auszudrücken und es genau so schnell wieder zu ändern. Beeindruckend!

The Visitor“ ist ein ruhiger Film. Einer von der Sorte die man sich an aller Ruhe ansieht um danach darüber nachzudenken. Vom Genre her ähnelt er „Last Chance Harvey“ (Liebe auf den zweiten Blick). Er ist jedoch nicht ganz so gut. Vom Gesamteindruck ist er nicht so rund und an einigen Stellen nicht so zufriedenstellend. Zum Beispiel wurde die Romantik nur angeschnitten, man wusste nicht wirklich was jetzt Sache ist. Auch waren einige Stellen für mich zu direkt und ehrlich ausgesprochen, anstatt etwas zu sagen aber etwas völlig anderes zu meinen oder um den Brei drumrum zu reden, so wie Menschen halt manchmal sind wenn sie emotional gesteuert werden.

Farbe einhauchend.

Dienstag, 10. November 2009

Männerherzen


Aus der Reihe „Review ohne Vorwegnahme“

Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch als ich ins Kino ging um mir „Männerherzen“ anzusehen. Allerdings bin ich positiv überrascht worden und das nicht nur von der Story, sondern auch von einigen Schauspielern.

Es geht um fünf Männer die sich alle vom Wesen her unterscheiden, alle in einer anderen Lebenslage stecken und alle ganz verschiedene Probleme mit der Liebe haben. Simon Verhoeven hat die Geschichte mit all ihren Drehpunkten schön ausgeschrieben, nur vom Ende war ich ein wenig enttäuscht, denn hätte der Film nur ein paar Minuten eher geendet, wäre er wirklich etwas außergewöhnliches geworden. Er hat es geschafft seinen Charakteren Charakter zu geben und das durchweg. Sie sind zwar alle sehr verschieden, aber keine der Rollen scheint unecht, erdacht, oder leer.

Die Schauspieler haben fast alle gute Arbeit geleistet.Ungewohnt gut war Christian Ulmen, von dem ich sonst nur seine eigenartige aber durchaus besondere Art der Komik gewohnt war. Ehrlich gesagt hätte ich ihm nicht zugetraut, dass er wirklich eine Rolle adaptieren kann. Er kann es! Er bleibt zwar nach wie vor Christian Ulmen, aber er hat sich wirklich in die Figur hineinversetzt und dem Zuschauer dessen inneres in aller Deutlichkeit gezeigt.

Nadja Uhl hat erstaunlicherweise großes geleistet, obwohl sie weder eine besonders große, noch eine ungewöhnliche oder extravertierte Rolle hatte. Sie hat mit einer großen Leichtigkeit gespielt und es geschafft eine angenehm süße Figur aus der Rolle zu machen.

Derjenige der mich am meisten beeindruckt hat, war jedoch, und vielleicht auch deswegen, der mit der extremsten Rolle. Wotan Wilke Möhring spielt einen vor Liebe verzweifelten Choleriker in seiner mentalen Verwirrung. So extrem wie die Figur auch sein mag, nachvollziehen kann man sie trotz dem.

Post Scriptum: Das Bild nimmt zwar etwas vorweg und das hier soll eine Review ohne Vorwegnahme sein, aber es passt einfach so schön!

Farbi.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Very Good Thing


Aus der Reihe „Review ohne Vorwegnahme“


Für diesen 1998er Jahrgang hat der Regisseur Peter Berg das Drehbuch von Stag überarbeitet, der im Vorjahr erschienen war. Das Ensemble von „Very Bad Things“ bestand hauptsächlich aus Jon Favreau, Christian Slater, Jeremy Piven, Daniel Stern, Leland Orser & Cameron Diaz. Aufgefallen ist mir Jeremy Piven. Der Film gilt als Teil des Genres Komödie und wenn man das vorher weiß, kann man tatsächlich einen sehr dunklen Humor erkennen. Jeremy Piven jedoch, drückt so viel Emotion aus, dass man den Film auch durchaus ernst nehmen kann.

Und genau dann wird er auch interessant! Im groben & ganzen geht es darum wie Menschen im einzelnen auf extreme Situationen reagieren. Zu beobachten wie die Psyche mit einem plötzlichen Desaster klarkommt oder nicht klarkommt, zu verfolgen wie verschieden die Möglichkeiten hierfür sind ist sehr fesselnd.


Interessant. Überraschend. Unterhaltsam. Lohnenswert. FSK.


Rot

Ein unauffälliger, aber sehr guter Film


Aus der Reihe „Review ohne Vorwegnahme“


Es war schon fast sicher, dass ich mir Guy Ritchies neuestes Baby „RocknRolla“ ausleihe, dann las ich jedoch den Klappentext eines anderen Films der mir ins Auge fiel. Beim Lesen kam, zusammen mit der Erinnerung an den Trailer, eine leichte Gänsehaut auf und damit war es eigentlich schon entschieden. Noch kurz plagte ich mich hin und her, doch am Ende siegte die Romantik. Als er noch keine drei Minuten lief, fest stand, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte!

Im Deutschen ist der Film mit „Liebe auf den zweiten Blick“ betitelt, aber das Englische Original „Last Chance Harvey“ beschreibt besser worum es eigentlich geht. Joel Hopkins, der nicht nur Regie führte, sondern auch das Drehbuch mitbrachte, soll den beiden Protagonisten Dustin Hofman & Emma Thompson stellenweise so viel Leine gelassen haben, dass sie sich am Skript entlangimprovisieren konnten. Und so wirkt das Ergebnis auch: lebendig, echt. Besonders Emma Thompson überzeugte mich von ihrem schauspielerischen Können. Man kriegt das Gefühl sie wäre zufällig genau dann gefilmt worden, als es ihr gerade besonders gut oder besonders schlecht ging.

Die Geschichte erzählt vom Leben und wie so häufig von Liebe. Im Besonderen geht es aber um Prioritäten. Darum sie richtig zu setzen und um das Erkennen falsch gesetzter Prioritäten.

Die Filmmusik ist kunstvoll eingesetzt und untermalt die Stimmungen auf eine liebevolle Art und Weise.


Farbenfroh.

Freitag, 9. Oktober 2009

Robbin Williams in House of D



Aus der Reihe „Review ohne Vorwegnahme“


Als Autor, Regisseur und einer der Hauptdarsteller hat David Duchovny (FBI Special Agent Fox Mulder aus Akte X) großes Lob verdient. Besonders als Schreiber dieser wundervoll echten Geschichte hat er die Welt des Films bereichert. Das Drehbuch könnte auch einfach nur die Nacherzählung eines besonderen, tragischen Lebensabschnittes sein, mit all den Tiefen, Höhen, Sorgen & Momenten der unbeschwerten Freude. Als lustige Komponente durchzieht den Film ein lebendiger Wortwitz-Humor der mich zum Teil nicht nur amüsiert, sondern auch beeindruckt hat.

Der junge Anton Yelchin & die talentierte Téa Leoni lassen den Zuschauer mitfühlen & mitfiebern. Man vergisst die Schauspieler und sieht nur noch die Figuren. Aber das wirkliche Meisterwerk ist Robin Williams zuzusprechen! Ich war mir durchaus dessen bewusst, dass er mit zu den besten Schauspielern gezählt werden kann und trotzdem hat er mich positiv überrascht! Seine Gesichtsausdrücke, seine Bewegungen, sein Verhalten,... alles stimmt mit der simplen, aber dem normalen Menschen fernen Rolle überein. Er schafft es Mitleid, Verständnis & Sorge zu erregen und das obwohl man ihm lediglich keine zwei Stunden hinter einer viereckigen Glasscheibe mit fünfundzwanzig Zoll Diagonale im Wohnzimmer zusieht.

Für alle die eine rührende Geschichte sehen wollen in der es nicht primär um eine Liebesbeziehung geht. Und für alle Erykah Badu Fans.

Farbig schimmernd.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Die fast vergessene Welt



Aus der Reihe „Review ohne Vorwegnahme“


Im Original heißt der Film von Chris Henchy & Dennis McNicholas wie die Fernsehserie aus dem Jahr 1974 auf dem er basiert: „Land of the Lost“. Die Hauptdarsteller Will Ferrell (Stranger than Fiction), Anna Friel (Pushing Daisies), Danny R. McBride & Jorma Taccone standen hier unter der Regie von Brad Silberling und haben mit ihm zusammen ein Werk geschaffen, dass.. naja, wie soll ich sagen?.. doch recht eigenartig geworden ist.

Der extreme Humor ist durchweg plump und flach und obwohl ich, ja ich geb es zu, einige Male gelacht habe, würde ich es nicht als ein besonders gelungenes Werk dieses Genres beurteilen.

Die Animationen, die in diesem doch recht fantastischen Film häufig vorkommen, sind alle samt Professionell und überzeugend. Auch die wahrscheinlich nicht besonders schwer zu greifenden Rollen sind zwar keine Meisterleistung aber doch akzeptabel gespielt.

Wenn man sich diesen Film ansieht sollte man sich nicht auf etwas Bewegendes einstellen, sondern auf sinnfreien, überzogenen Humor.

Ausgewaschen.

Es muss halt auch schlechte Filme geben



Aus der Reihe „Review ohne Vorwegnahme“


Ich hatte eigentlich nur gutes über „Die nackte Wahrheit“ (The Ugly Truth) gehört: witzig, romantisch, interessant... Meine Meinung hingegen fällt in ein ganz anderes Fass!

Die Geschichte scheint wie der erste Versuch jemandes, der sich dachte: „Uh, Drehbuch schreiben? Das kann ich auch!“ Laut Google hat Nicole Eastman auch keine weiteren Drehbücher vorzuweisen. Auch konnte ich sie weder als Regisseurin, noch als Schauspielerin, noch als irgendetwas anderes ausfindig machen. Sie ist in Filmdatenbanken haufenweise einfach vertreten.

Die Szenen gehen nicht in die Tiefe, es ist eher alles sehr direkt und offensichtlich. Man sieht kein entsetzliches Leiden, kein tiefes Glück, keine erzürnte Enttäuschung, kein ernsthaftes Verlangen, sondern es wird dem Zuschauer simpel & klar deutlich gemacht, was die Figuren fühlen und wie sie denken. Es wirkt alles sehr leicht, als hätten sich am Set alle ganz dolle lieb gehabt und als hätte es sich die Crew nach den Drehtagen am Strand gemütlich gemacht und sich Getränke mit Schirmen darin bestellt.

Ich würde ja auch gerne sagen, dass die Haupdarsteller Katherine Heigl & Gerard Butler keine guten Schauspieler seien, aber es hat auf mich eher den Eindruck gemacht als hätten sie ihre Rollen bloß nicht wirklich ernstgenommen, als hätten sie sich nicht richtig damit auseinandergesetzt.

Um das Ganze abzurunden, lässt die deutsche Synchronisation auch noch so einiges zu wünschen übrig.

Einzig die nicht zu übersehende Moral, die einem vermittelt wird ist lobenswert.

Alles in allem: Einen guten Film zu drehen benötigt schon ein bisschen mehr Anstrengung. Aber seht ihn euch an und widersprecht mir, oder stimmt mir in den Kommentaren zu.

Verschiedene Grautöne.

Montag, 10. August 2009

Endlich mal wieder ein Film der mich mitgerissen hat!

Aus der Reihe „Review ohne Vorwegnahme“

Über die Filme die in letzter Zeit erscheinen denke ich meist: „Auf jeden Fall gute Effekte.“, aber so richtig hervorstechend waren sie alle nicht. Letztens habe ich mir jedoch „Er steht einfach nicht auf Dich“ (he's just not that into you) von Greg Behrendt, Liz Tuccillo, Abby Kohn & Marc Silverstein ausgeliehen und war positiv, nicht nur überrascht, sondern überwältigt! Genauso wie man sich einen Film von vier Autoren vorstellt ist er auch: Ein großes Durcheinander! Sie haben es jedoch hinbekommen ein übersichtliches Durcheinander daraus zu machen. Man konnte es den Szenen ansehen, dass der Regisseur Ken Swapis den Schauspielern gerade genug Freiraum gelassen hat um das Zusammenspiel als Kunstwerk bezeichnen zu können.

Jennifer Connelly in einer Glanzleistung, Jennifer Anisten in ihrer - meiner Meinung nach - besten Rolle, Ginnifer Goodwin leicht überzogen, aber noch nicht zu viel, Scarlet Johansson talentiert wie wir sie gewohnt sind, Drew Barrymore die mich mit ihrem Lispeln verzaubert hat, Bradley Cooper der sogar den Zuschauer täuscht, Justin Long unbeschwert und überzeugend & Ben Affleck der einem richtig leid tut machen aus dem Film den Besten, den ich seit langem gesehen habe!

Ein Beziehungsdurcheinander für alle Romantiker die mal wieder einen Film sehen wollen, den man danach gleich nochmal gucken möchte.

Satt farbig!