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Donnerstag, 3. März 2011

Richard Bona


Die Musik eines Afrikaners. Richard Bona ist ein kamerunischer Jazz-Bassist. Schon als Kleinkind hatte ihn die Musik fasziniert und er fing an traditionelle afrikanische Instrumente zu spielen, wie das Balafon, ein Xylophonähnliches Instrument aus Holz und ausgehöhlten Kürbissen. Als er dann mit elf Jahren mit seinem Vater in die Stadt zog brachte er sich Gitarre bei. Erst als er mit dreizehn in einem Jazz-Club eingestellt wurde, fing er an sich mit Jazz und auch endlich mit seinem eigentlichem Instrument dem E-Bass zu befassen.

Zu meinem Glück singt er auch und zwar entweder auf seiner Muttersprache oder auf Englisch oder Französisch. 1999 brachte er mit 'Scenes from My Life' sein erstes Solo-Album auf den Markt. Seine Musik wird meistens als Jazz bezeichnet aber sie hat auch einen starken afrikanischen Einfluss. Sein neustes Album 'The Ten Shades of Blues' ist vom Musikstil her sehr abwechslungsreich.


Dienstag, 19. Oktober 2010

Bobby McFerrin


Was braucht man um eine Menschenmasse zu begeistern? Eine Live-Band? Einen guten DJ? Ein Orchester? Eine Big-Band? Feuerwerk und Tanzeinlagen? Bobby McFerrin braucht nur ein Mikrophon!

Obwohl viele wahrscheinlich gar nicht wissen wer Bobby McFerrin eigentlich ist, kennen wir doch alle mindestens ein Lied von ihm und haben es vielleicht sogar schon in der einen oder anderen Situation geträllert: Don't worry, be happy. Was den meißten gar nicht auffällt, ist dass es bei dem Lied überhaupt keine Instrumentale Begleitung gibt, sondern nur mehrere Stimmen Gepfeife, Geklatsche oder Gesang von Bobby McFerrin übereinandergelegt.
Seine ganze Welt ist der Gesang und dabei belässt er es auch meist. Zuweilen improvisiert er mit einzelnen Instrumentalen Künstlern aber normalerweise reicht seine Präsenz um eine Bühne zu füllen. Mal singt er ein Präludium von Bach, das eigentlich fürs Clavier bestimmt ist, ein ander Mal singt er die Lieder aus "The Wizard of Oz". Zwischendurch lässt er sich dann vom Publikum als Chor begleiten während er dirigiert.

Gesang in seiner pursten Form.

Montag, 5. Juli 2010

Hiromi Uehara - Eine Göttin des Klaviers


Das eine Mal total durchgeknallt, das andere wunderschön, aber auf jeden Fall immer ergriffen & ergreifend! Schon alleine ihre Frisur ist meist eine Sensation für sich. Diese Jazzgöttin des Klavierspiels (merkt man, dass ich ein Fan bin?) spielt ganz nebenbei auf höchstem Niveau und ist dabei so sehr in ihrem Element, dass es für den Moment nichts anderes in ihrem Leben gibt. Als ich sie zum ersten Mal habe spielen sehen, dachte ich sie müsste doch in einem Klavier wohnen.  
Hiromi Uehara fühlt nicht wie jeder andere Normalsterbliche, sie fühlt in Klängen.

In Japan gewann sie bereits zahllose Awards, Preise & Titel wie beispielsweise "Jazz Pianist of the Year" & "Jazz Album of the Year".

Zur Hilfe holt sie sich gerne zwei ehemalige europäische Kommilitonen aus Berkley: Den Schlagzeuger Martin Valihora & am Bass Tony Grey. Zusammen bilden sie das sehr talentierte, aber trotz dem verrückte Trio "Sonic Bloom".

Farbelhaft!


Mittwoch, 23. Juni 2010

Singin' in the rain


Offiziell das bedeutendste Musical aller Zeiten, Platz 5 der besten Filme aller Zeiten, der Titelsong steht auf Platz drei der besten Filmsongs aller Zeiten, Donald  O'Conner gewann einen Golden Globe und ähnlich könnte ich die Aufzählung auch noch weiter fortführen. Dieses unbestreitbare Sahnehäubchen der Klassiker musste ich mir einfach angucken!

Ich muss sagen, dass die Schauspielkunst damals schon eine andere war. Ich gehe sogar so weit und sage sie war noch nicht so weit fortgeschritten. Es scheint als war das Augenmerk zu den Zeiten nicht unbedingt in erster Linie dem Schauspiel gewidmet, sondern eher dem Tanzen und dem Singen. In den beiden Talenten sind aber sowohl Debbie Raynolds aber besonders auch Donald O'Conner und natürlich der Legendäre Gene Kelly unübertreffbar.

Außerdem trifft die platte Komik der Zeit genau meinen Humornerv:
Don: Help me out Cosmo, call me a cab!
Cosmo: Okay. You're a Cab!
Einfach köstlich!

Insgesamt wunderschön, wenn man sich drauf einlassen kann.

Ein Regenbogen.

Dienstag, 1. Juni 2010

Ein Tag mit Lang Lang


Am Sonntag war Lang Lang (für alle die es nicht wissen: einer der berühmtesten Pianisten dieser Welt) in der Berliner Philharmonie und hat mit 100 Kindern zusammen einen Marsch von Schubidubidubert gespielt. "1000 Finger" hieß das Projekt. Es waren zwei Flügel und 100 Keyboards auf der Bühne. Zunächst kam eine wahrscheinlich britische Frau rein deren Aufgabe es war die Ansagen zu machen und für die Kinder und uns Zuschauer zu übersetzen. Nach ihrer Einleitung kamen die Kinder auf die Bühne, unter denen sich aber auch einige Erwachsene befanden, und zwei Jugendliche, die meiner Einschätzung nach Klavierstudenten sind. Die beiden Schummel-Jugendlichen setzten sich zusammen an eines der Klaviere. Dann kam auch schon Lang Lang auf die Bühne und genoss seinen verehrenden Beifall. Sie spielten alle zusammen den Marsch durch und dann gab Lang Lang den Kindern Massenunterricht. Im laufe des Geschehens fiel auf, dass die Keyboards der Kinder eher auf eine leise Stufe gestellt waren. Wenn Lang Lang persönlich nicht spielte sondern umherging oder seiner zweit-Lieblingsbeschäftigung nachkam, nämlich mit den Händen zur Musik zu wedeln, wurden die Keyboards von den Schummel-Studenten übertönt. Irgendwann forderte Lang Lang die Kinder dazu auf die Lautstärke zu erhöhen. Das hielt aber nur einige Minuten bis er sie wieder dazu aufforderte die Lautstärke zurückzudrosseln. ^^ Alles nicht allzu spektakulär, aber süß und immerhin Lang Lang.

Nach einer zweistündigen Pause gab es noch mehr Lang Lang: Er sollte zwei Berliner Klavierstudenten eine Unterrichtsstunde geben. Zu Anfang war ich fast fest eingeschlafen, was aber nicht am Vortrag lag, sondern am fehlenden Schlaf in der Vornacht. Als Lang Lang dann aber anfing zu spielen, nur so nebenbei um den Schülern zu zeigen was er meint, wie es richtig gemacht wird, war ich auf magische Weise wieder hellwach. Die Studenten schienen nach meinen Ohren perfekt zu spielen... bis Lang Lang es ihnen nachspielte. Oder besser gesagt: vorspielte. Während die Studenten spielten, machte er wieder Tai Chi mit den Händen, so nah vor deren Gesichtern, dass ich mich frage wie sie es geschafft haben sich nicht zu verspielen.

Alles in allem ein gelungener Nachmittag und eine einmalige Chance Lang Lang für lau in Aktion zu sehen.

Wedelnde Farben.

Dienstag, 6. April 2010

Der Solist


Paradoxer Weise erzählt dieser Film von einem Menschen, der nie eine Solistenkarriere gehabt zu haben scheint. Wenn man aber das Wort ein bisschen genauer nimmt muss man zugeben, dass sein Leben eigentlich noch eher als „Solistenkarriere“ zu bezeichnen ist als der Werdegang des besten „musikalischen Alleinunterhalters“.
Jamie Foxx verkörpert in dieser Geschichte Nathaniel Ayers. Diese Figur, dessen Vorlage ganz nebenbei bemerkt nicht fiktiv ist, sondern echt, genauso wie du, ist ein außerordentlich talentierter, klassischer Musiker, der unter einer mentalen Krankheit leidet und darüber hinaus noch von Beethoven begeistert ist. Ein Film über einen verrückten Musiker. Joe Write hat diesen Film wohl alleine wegen mir gedreht, müsste man denken. Dem trotzend ist er meinen Erwartungen nicht ganz gerecht geworden. Ich behalte ihn aber ohne Zweifel als sehr schönen Film in Erinnerung. Man muss aber zugeben, dass es keine ganz leichte Aufgabe ist in einer Kategorie mit Shine zu stehen, dem wohl besten Film den es über einen verrücktgewordenen Musiker gibt.

Jamie Foxx hat in seiner Rolle sehr schön deutlich gemacht was in ihm gerade vor sich geht. Er hat die Tatsache genutzt, dass die Figur die er verkörpert seine Gefühle vor Niemandem zu verstecken versucht, sondern sie ohne Maske, in aller Deutlichkeit offenbart.
Es gibt Momente in denen mich Robert Downey Junior nicht überzeugt hat. Ich hab ihm nicht abgenommen, dass er ausrastet, ihm schienen einige Szenen sogar peinlich zu sein. Seine natürliche offene Art hat mich hingegen angesprochen.
Bestens geeignet für einen ruhigen, melancholischen, aber bereichernden Abend.

Hörbare Farben.

Freitag, 13. November 2009

Classic Meets Pop




A Youtube Peak


Was passiert wenn sich ein renommierter Komponist/Pianist, der seinen Stil als „New Age Classic“ bezeichnet, mit aktuellen Pop-Hits auseinander setzt? Nun, jetzt wissen wir's! Jon Schmidt, dessen Kompositionen mittlerweile bereits acht Alben gefüllt haben, setzte sich ans Klavier und beschäftigte sich mit dem Lieblingslied seiner siebenjährigen Tochter: Love Story von Taylor Swift. Zusammen mit seinem Kumpel dem Cellisten Steven Sharp Nelson kreierte er eine Version des Liedes die nur ein Piano und ein Cello braucht. Das Ende der neu entstandenen Love Story ist gleichzeitig auch der Anfang von Coldplays Viva La Vida, in einem sehr ähnliche Stil gehalten. Das YouTube-Video dazu hatte über zwei Millionen Klicks, das Original ist jedoch „vom Nutzer entfernt“ worden.

Mein persönliches Lieblingsstück von Jon Schmidt ist das, mit welchem dieses Video hier beginnt.

Link up right down here!

Farbenfröhlich.