Montag, 16. April 2012

Die Hartz IV Lage

Was meckern wir nicht gegen sie, was wettern wir nicht gegen die Reform, aber Fakt ist nun einmal: Manche Menschen erwischt es knallhart und knüppeldicke hinter den Ohren. Die Firma geht pleite, der Betrieb muss für 7% Wachstum 7% Mitarbeiter entlassen oder die Bandscheibe, der Meniskus, die Augen oder/ und „Rücken“ macht nicht mehr mit. Wobei, „Rücken“ geschieht nicht, „Rücken“ hat man. Dann aber wird’s noch heftiger, denn für eine Umschulung ist man zu alt, für eine Festanstellung fehlt einem die Kraft und die Besuche bei den verschiedenen Ärzten mit den verschiedenen Diagnosen sind auch keine wirkliche Hilfe. Hier springt nun der Staat ein und versucht eine Schadensbegrenzung wie es sich der mittellose Bürger nicht hätte besser vorstellen können. Wenn ich recht informiert bin, macht das ALGII bis zu 80% des davor verdienten Jahresgehalts aus bzw. die Obergrenze beträgt 2200 Euro.

Anfangs war das Arbeitslosengeld dafür gedacht, noch erwerbsfähigen Menschen eine potentielle Sicherheit für den Puffer zwischen Verlust der alten und Anstellung einer neuen Arbeit zu finden. Sie sollte nur eine gewisse Existenzmöglichkeit bieten, aber keine Allzeitlösung sein. Womit wir zu dem Hauptproblem kommen: Diejenigen die arbeiten können, aber nicht wollen, da sie mit Hartz IV nur geringfügig weniger bekommen, als wenn sie arbeiten gehen würden. Ja, solche gibt es und wir nennen sie liebevoll Schmarotzer und eklige Maden, die in dem deutschen Mitleidssystem einen überausgroßzügigen Wirt gefunden haben.

Dennoch hier eine Annäherung an denjenigen, der nicht ganz versteht, wie so etwas zustande kommen kann. Es gibt einige Berufe, ich glaube der im Frisörwesen ist so einer, da beschränkt sich der Verdienst unterhalb des errechneten Betrags für das Existenzminimum. Diejenigen werden aufgestockt auf den Minimumbetrag des Hart IVs. Blöd, wer da arbeiten geht, denken sich viele. Und in der Theorie haben sie auch recht: Warum soll ich mich für etwas unter Wert verkaufen? Also wir das ALG II beantragt, bis eine bessere Aussicht auf einen Job gefunden wird. Die Theorie ist schön, aber in der Praxis kommt ein unglaublich großes Problem: Die Trägheit. Wer sich darauf einstellt, dass er nicht jeden Tag um acht auf der Arbeit einem übergeordnetem Individuum acht bis zehn Stunden lang beugen muss, der bleibt in dieser trägen Suppe hängen. Zuerst ist es die Faulheit physisch schwere Arbeit überhaupt anzunehmen, dann ist es das träge Schleppen wegen dem psychischen Druck (irgendwer ist immer unzufrieden), usw. Dazu kommt, dass oft der Anschluss an Freunde oder andere gesellschaftliche Ereignisse verloren wird. Es gibt schlichtweg keine gemeinsamen Schnittpunkte mehr. Der eine meckert, dass sein Chef ihm zu viel Arbeit gab, seine Frau, dass er nie zu Hause ist und unser Arbeitsloser (wertfreie Aussage, kein Statement) meckert vielleicht, dass das Sonnenlicht ihn morgens fürs Weiterschlafen hinderlich ist. Sprich, auch hier verliert er Boden, Zusammenhang und isoliert sich mehr und mehr. Es stellt sich ein System des Aufschiebens auf und in diesem bewegt sich der ALG II –Empfänger wie ein Blatt im Wind. Das geringste Lüftchen bewirkt einen Richtungswechsel. In der Konsequenz heißt es, dass nie etwas erreicht wird.

Warum dies so sorgvoll ist, zeigt sich dann bei den Ämtern. Denn auch wenn sie arbeitslos gemeldet sind, müssen dennoch einige Arbeiten und Pflichten erledigt werden: Papiere ausfüllen, den befreundeten Arzt besuchen und sich die Bescheinigung oder den befreundeten Unternehmer besuchen, um sich eine Ablehnung einer Bewerbung abzuholen, diese bei dem richtigen Amt vorbeibringen und hoffen, dass die auch geöffnet hat, im Wartesaal warten und dann einreichen. Es ist dann ein Armutszeugnis, wenn die besagten Arbeitslosen jegliche Fristen nicht einhalten bzw. einhalten können, obwohl sie den ganzen Tag über nichts zu tun haben. Jedenfalls nicht so viel wie die arbeitende Bevölkerung. Dies ist nun das System der Faulheit, der Trägheit, des Sumpfes des Selbst-Verschulden, denn es wird aufgeschoben, es wird ignoriert. Da der Empfänger nicht für sein Geld arbeitet, sondern es bekommt, scheint er keinen Grund daran zu sehen, dafür etwas zu tun. Die Selbstverständnis des guten Geldes ist der Betrug desjenigen an sich selbst, der in einer gemütlichen Lache aus Lorbeeren und der Absenz von Scham sich bettet. Weiterhin sei für spätere Referenzen dazu anzumerken, und ich kennzeichne es bewusst als eigene Stellungnahme, da mir hierfür die entsprechenden und mich in meiner These unterstützenden Fakten fehlen, gänzlich aus dem Grund, da sie nicht zu finden sind, dass die Mehrheit der Hartz-IV-Empfänger aus der letzten von mir beschriebenen Schicht stammen oder sich gerade in ihr befinden.

Aber hier setzt meine Idee ein, Freunde, jetzt wird’s lustig. Obacht: In dem letzten Jahr sollen knapp eine Million Hartz-IV-Betrüger gefasst worden sein. Wie viele davon „echt“ arbeitsunfähig sind und wie viele davon nicht, ist natürlich nicht herauszulesen. Zeit online aber sagt, dass sich ca. die Hälfte der Sanktionen gegen die Zuspätkommer und Fristversäumer richtet. Also keine Sanktion als Resultat harter Recherche, sondern ein Nebenprodukt unserer Bürokratie.

Ist das nicht fantastisch? Denn nach langem Überlegen kam ich auf nur eine Möglichkeit, warum dies so ist: Wie oben erwähnt unterteile ich in
• diejenigen die arbeiten können und auch wollen
• diejenigen die nicht mehr arbeiten können, aber wollen und
• diejenigen, die können, aber nicht wollen.
Nach dem Auseinanderbrechen erscheint es mir nur logisch, dass sich die erste Gruppe auf jeden Fall an alle Fristen und Termine richtet, sich die Bescheinigungen und anderen Papierkram aushändigen lässt, sowie alles ordnungsgemäß mit dem richtigen Bogen ausgefüllt einreicht.

Bei der zweiten Gruppe bin ich unschlüssig, ich würde aber eher dazu tendieren, dass diese, da sie wissen, dass Geld nicht auf Bäumen wächst (keine Unterstellung bzw. kein Seitenhieb auf die dritte Gruppe, nur ein Kompliment an diese), ebenfalls fristgerecht und ordnungsgemäß den Weg zu den entsprechenden Ämtern auf sich nehmen.

Die dritte Fraktion, die „Sumpf’ler“, die „Herumkommer“ und die „Taugenichtse“ aber, die „Aufschieber“ und „Chiller“ (kein Statement, daher die Anführungszeichen), scheinen es nicht zu schaffen. Da sie sich selbst genießen, in der Sonne baden, verreisen, verrückte Ideen für supertolle Apps haben, mit denen sie reich werden, usw., scheint es nicht im Möglichkeitsrahmen zu liegen. Vielleicht sind sie Optimierer die alle Wege gerne verbinden, so wie ich (Erst zur Bank, dann zum Amt, dann zur Uni, dann zum Training, usw.), aber ihr Weg führt nie am Büro vorbei, vielleicht sind sie auch sehr vergesslich, ich will ihnen nichts unterstellen, Fakt ist nur: Dieser Weg scheint kein leichter zu sein.

Also, warum spinnen wir das nicht weiter? Wir erschweren es, wir führen mehr Papierkram in die Liste der zu erledigenden To-Do-Lists des einzelnen, wir lassen sie die Wege doppelt und dreifach fahren, kurz: Wir machen es so schwer wie möglich. Amt A hat nur Montags von 10 Uhr – 10.05 Uhr auf, Amt B nur einmal alle drei Wochen, Amt C hingegen wann sie Lust und Laune hat, usw. Aber die logische Konsequenz, wenn wir meinen Vermutungen Glauben schenken, auch wenn es nur für diesen Artikel ist, dann müssten noch mehr „ALG II Schummler“ sanktioniert werden. Rein theoretisch. Das klingt natürlich unglaublich unfair denjenigen gegenüber, die wirklich Arbeit suchen, also dem Begriff „arbeitssuchend“ eine gute Definition geben, das mag stimmen, also lässt sich dafür vielleicht noch einen Umweg finden, sie von der grauen Masse auszuschließen.

Es wäre zum Beispiel möglich, nur noch Bescheinigungen von Amtsärzten anzunehmen. Es würde die Kapazitäten natürlich bei weitem übersteigen, also müssten einige Neue ran. Auch wenn diese dann „korrupter“ wären, als die alten, das Erstellen von falschen Bescheinigungen würde dennoch erheblich schrumpfen. So könnten wir diejenigen die arbeiten wollen von denjenigen die nur das Geld wollen, wenn auch nur minimal, unterscheiden.

Woran ich z.B. nicht glaube sind Betreuer und Kontrolleure. Wenn ein Betriebsfreund nett genug ist, ein falsches Bewerbungsschreiben auszufüllen, so wird er auch „nett“ genug sein ihn zu decken, wenn jemand im Auftrag des Staates vorbeikommt. Dann doch lieber diejenigen die arbeiten können und im Verdacht sind häufig Bescheinigungen zu fälschen, in staatliche Einrichtungen nicht auf Bewährung und Probe, sondern auf Zeit einzustellen. Der psychische Druck den ein Chef auf einen „Sumpf’ler“ einübt ist groß und das Herausbewegen aus dem natürlichen Habitat ungemein einflussreich, dass ihm keine Arbeit so schnell gefallen wird. Er wird mürbe, träge, kommt zu spät, wird pampig, bis er entlassen wird, weil er weiß, dass er entlassen wird. Was passiert, wenn er die Schonfrist durchziehen muss, um überhaupt noch Geld zu erhalten. Was passiert dann?

Was passiert, wenn das sich nicht durchsetzt? Dann bleibt alles wie es ist. Was passiert, wenn es sich durchsetzt? Dann zahlt nicht jeder Steuerzahler mehr für unseren „Sumpf’ler“. Für die Vorstellung eines Erfolges und ihre Konsequenzen reicht meine geistige Kapazität natürlich nicht aus, allein schon deswegen, weil ich von dem Wirtschaftssystem unseres Staates nur entfernt eine Ahnung habe, aber mir sicher bin, vieles zu verpassen. Ich weiß nur, der arbeitslose Arbeitslose liegt dem arbeitenden Arbeiter auf der Tasche. Und da wir sehr viele davon haben, liegen sie sehr vielen auf der Tasche.

Ich möchte hierzu anmerken, dass ich pauschalisiere und mir dessen sehr wohl bewusst bin. Ohne „im allgemeinen“ sprechen zu können, könnte nämlich nie jemand über irgendetwas schreiben. Dies ist eine grobe Aufteilung und es gibt Ausnahmen in den einzelnen Gruppen. Allerdings soll zur Funktion dieses Artikels entgegen der Idee einer optimalen Staatsvorstellung gearbeitet werden.

Jetzt möchte ich mich weiterhin mind. drei Etikett-Stufen herunter bewegen und den Grund für die Niederschrift des Artikels darlegen:
Man, die gehen mir so auf den Sack. Ich kenn nicht viele, nur ein paar wenige Arbeitslose und das sind alles solche Idioten. Ich kenne nur EINEN einzigen, der wirklich versucht und tut und macht, sich informiert, zu Veranstaltungen geht und ein Unternehmen gründen möchte bzw. eins gegründet hat. Ich habe kein Problem mit Arbeitslosen, wirklich nicht, ich habe aber ein Problem mit den Sumpf’lern (Statement!). Diejenigen, die nichts hinbekommen, sich um nichts kümmern, lieber ohne Heizung schlafen, weil sie keine 2 Minuten für die Verwaltung hatten. Die keine Arbeit finden, ach, die nicht mal auf die Idee kommen, arbeiten zu müssen. Die glauben, jeder andere hätte Geld. Ich als Verschwörungstheoretiker glaube daran, dass jedes Land eine gewisse Armenquote hält, nur um den anderen zu zeigen: „Es geht auch anders. Der Penner da könntest Du sein, wenn Du Dich nicht an unsere System, Regeln usw. hälst“, aber das hat hier echt Überhand gewonnen. Über diese Marke sind wir raus und jetzt muss doch mal was geschehen. Seit wie viel Jahren ist das jetzt so? Man, dit jeht doch nimmer so.

Danke für die Aufmerksamkeit.


Whyte

Samstag, 5. November 2011

Der Trend geht zur Zweitsprache "Deutsch"

Die erste Sprache die ein Kind lernen sollte, ist die Muttersprache. Punkt. Kein Kind kann in einem japanisch Haushalt mit perfektem Deutsch aufwachsen und dann erst später, in der Schule, Japanisch fehlerfrei lernen. Diesem Spracherwerbsrhythmus sind wir uns eigentlich alle einig, auch Regierungschefs betonen ganz rigoros: „Wenn ein Kind eine neue Sprache erlernen solle, müsse es die eigene Sprache gut können. ‚Andernfalls kann man keine zweite Sprache erlernen.‘“ Durchaus logisch und allem zustimmend liest man diese Zeilen und denkt sich nichts dabei, bis dann der linke Nachbar des Satzes kommt und ich hier nachträglich hinzufüge: „Erdogan bekräftigte, Türken in Deutschland sollten ihren Kindern zuerst Türkisch und dann Deutsch beibringen.“ – Da haben wir den Salat!

Man ist durchaus gewillt zuzustimmen, aber nur unter der Vorraussetzung, dass es einen selbst nicht betrifft. Denn in Deutschland, so scheint die Regelung klar, lernt man zuerst Deutsch und dann alles andere. Das geht aber nicht mehr mit unserer Eingansthese konform – und bei jeder Antwort die einfällt, muss auch bedacht werden, dass sie für uns gilt, wenn wir woanders hinziehen würden. Die Theorie obsiegt, ganz egal dem Fall, ob eine Auswanderung auch wirklich geschehen wird.

Wir haben also Erdogan, der für die Erstsprache Türkisch plädiert, wir haben Gül, der für ein besseres Deutsch eintritt und wir haben Westerwelle, der klar sagt: Deutsch ist Pflicht.
Sprache ist weitaus mehr als nur Kommunikationsmittel, es ist der Kulturträger überhaupt. Kein Medium kann ein Volk und seine Eigenarten so präzise und prägnant präsentieren, wie die Sprache. Vom Benehmen über Begrüßungen bis zum Banalen vertritt die Sprache repräsentativ ein ganzes Land (manchmal mehr, manchmal weniger). Daher ist der Erwerb der Erstsprache auch so ein ausschlaggebender Punkt für die Nationen: Die Identifikation mit dem Erlernen zeigt die Zugehörigkeit und einen gewissen Patriotismus. Wenn in Deutschland alle Türken der neuen Generation zuallererst perfekt Türkisch beigebracht bekommen, so senden sie ein Signal: Wir gehören noch dazu!

Allerdings ist Sprache nunmal auch ein Kommunikationsmittel. Lernen alle nur ihre eigene Sprache, müssten wir uns alle neu formieren und eine neue Welt schaffen. In der Tat vielleicht sogar ein sehr lustiger Gedanke, alles auf Null und von vorne, aber wohl eher nicht machbar. Also müssen wir die Landessprache auch beherrschen. Schwerer getan als gesagt, denn, wenn wir unsere eigene Sprache nicht können, können wir unmöglich eine zweite erlernen, Erdogans These.

Wie in vielen anderen Beiträgen, Kommentaren oder Diskussionen muss ich auch hier wieder anregen: Es kommt alles darauf an, wie die Kinder erzogen werden, es kommt alles auf das Zusammenspiel der Eltern und des Staates an.

In Deutschland ist es nicht schwer Deutsch zu erlernen, der Staat bietet viele Schulen, und noch mehr Beratungsstellen, und damit viele Möglichkeiten für den Erwerb der Sprache, sei es an der Abendschule für Erwachsenen oder in der Krippe für Kleinkinder, die Landessprache ist ein muss! Allerdings ist Erdogans These nicht komplett hinfällig, gerade hier möchte ich auf die enorme, in die Augen springende Präsenz des „unsere eigene“ aufmerksam machen. Das Deutsche schließt das Eigene nicht aus, es machts nur schwerer.

Wo gehöre ich hin? Als Deutscher in China, welche Sprache hat Priorität? Als brazilianischer Mann mit russischer Ehefrau in Afrika, was nun? Wichtiger noch als die Zugehörigkeit zu einem Land ist die Identifikation mit der eigenen Kultur. Da wo ich mich heimisch fühle, dort ist „meine“ Sprache auch heimisch, diese Sprache muss ich weiterführen und in mir behalten, denn sie ist das Wärmste das ich habe.

Aus meiner Sicht ist das Ganze nach diesem Beitrag sehr deutlich (das kann aber auch daran liegen, dass ich noch keine Kinder habe): Zuerst muss erschlossen werden, was die „eigene“ Sprache ist und im nächsten Schritt muss dann zugesehen werden, wie die Landessprache dem Kind so gut wie möglich beigebracht werden kann. Im gewissen Sinne gebe ich Erdogan recht: Priorität auf die eigene Sprache, aber auf keinen Fall die Zweitsprache ausklammern. Außer wenns japanisch ist, das könnte dann doch zu schwer sein.

Samstag, 10. September 2011

Meine Erfundene Frau


Im Original 'Just go with it'. Die Idee für diesen Film haben sich die Schreiber Allan Loeb & Tomothy Dowling bei dem 1969er Film Cactus Flower stibitzt. Die Regie hat der Mann gemacht der so gerne mit Adam Sandler dreht: Dennis Dugan. Schon Big Daddy hat er gemacht, auch Zohan und noch weitere Filme in denen Adam Sandler die Hauptrolle spielt sind unter seiner Regie entstanden.
Adam Sandlers schauspielerische Leistung ist zwar auch in diesem Film wieder kein Glanz, aber erstaunlicherweise durchaus angenehm. Jennifer Anistons absolut natürliche Spielweise noch dazugerechnet und man hat einen Film der es wert ist ihn sich anzusehen. Das einzige was dann doch ein bisschen irritierend ist, ist dass es den ganzen Film über so aussieht als würde Adam Sandler vorwiegend die Brüsten der Frauen adressieren mit denen er spielt. Nur im letzten Augenblick, am Ende seines Satzes sieht er ihnen ins Gesicht.

Zu meiner freudigen Überraschung hat der wahrscheinlich weltbeste Ukulelist (zumindest der Weltbekannteste) Jake Shimabukuro einen Cameoauftritt. Gegen Ende währen sich Jennifer Anistons Figur mit Nicole Kidmans Figur unterhält, sitzt er im Hintergrund und bezupft für die Ambiance seine Ukulele.

Durchaus angefärbt.

Donnerstag, 1. September 2011

THOR


Der germanische Donnergott Thor (oder auch Donar) muss ja mächtig geschmeichelt sein: Erst kriegt er seinen eigenen Wohentag, den Donnerstag, der nach ihm benannt ist, & nu war er auch noch als Superheld von einem fernen Planeten auf den großen Kinoleinwänden. Pas mal!

Der Film kann sogar einige renommierte Namen vorweisen, wie zum Beispiel Kenneth Branagh als Regisseur, der schon ein paar der erfolgreichsten Shakespeare-Verfilmungen gemacht hat, bei denen er meist selbst die Hauptrolle spielt. Auch Natalie Portman & Anthony Hopkins haben tragende Rollen & besonders Natalie scheint es sehr leicht zu fallen natürlich und überzeugend zu spielen. Am meisten überzeugt hat aber Chris Hemsworth. Er hat die Rolle des überheblichen Königssohnes mitten in die Stirn getroffen!
Wenn du dir eine Comicverfilmung ansiehst solltest du schon grob wissen was dich erwartet. Pompöse Bilder, muskulöse Männer, heldenhafte Outfits, fantastische Geschichten, eigenartige Namen & Bezeichnungen, und so weiter. Wenn du das nicht magst, ist der Film wahrscheinlich nichts für dich. Wenn doch, ist er eine gelungene Fantasie mit einer etwas zu kurzen Problematik, die es sich aber trotzdem lohnt anzusehen.

Farbig.

Montag, 29. August 2011

Bedtime Stories



Die erste Walt Disney Pictures Produktion mit Hollywood -Star Adam Sandler in der Hauptrolle. Geschrieben von Matt Lopez & Tim Herlihy. Ich kann nicht behaupten ein Fan von Adam Sadler zu sein. Ich finde seine Art zu schauspielern größtenteils ausdruckslos. Uach in reign over me in der er ausnahmsweise mal eine erste, triste Rolle spielt konnte er mich nich sonderlich beeindrucken. So auch hier. Allerdings ist der Film insgesamt sehr simpel gehalten & erfordert keinerlei mitdenken. Alles wird ganz deutlich gemacht & meist wird mit Text auch noch mal sicher gegangen, dass auch wirklich alle verstanden haben was vor sich geht. Deshalb funktioniert Adam Sandlers Spielweise in diesem Film auch recht gut.
Der gelungenste Part des Film ist der Anfang, in dem Skeeters Kindheit gezeigt wird & sein Vater uns darüber erzählt.

Die Grundidee der Geschichte ist ganz süß. Skeeter Bronson (Sandler) muss auf die beiden Kinder seiner Schwester aufpassen. Er erfindet Gute-Nacht-Geschichte, doch an einigen Stellen verändern die Kinder die Geschichte nach ihrem belieben. Tags drauf passieren die Dinge, die von den Kindern erfunden wurden, Skeeter wirklich. Daraufhin versucht dieser die Kinder dazu zu bringen, seine Geschichten so zu verändern, dass er davon profitiert.

Fazit: Ein schöner Film für kleine Kinder, aber wirklich viel mehr bietet Bedtime Stories nicht.

Halb ausgetrocknete Filzstifte.

Obsessed


Was tut eine Frau wenn sie den perfekten Mann findet, der aber schon glücklich verheiratet ist?
Mit einer Packung Eiscreme ins Bett, Bridget Jones anmachen & einschlafen bevor sich die Protagonante in den richtigen verliebt?
Diese Frau nicht, oh nein! Diese Frau fährt volles Geschütz aus, nimmt Kurs aufs Ziel und schreit "VOLLE FAHRT VORAUS!"

In diesem 2009er Jahrgang zeigt uns die Fantasie des Drehbuchautors David Loughery wie es aussehen kann wenn eine Frau sich Hals über Kopf in den falschen verliebt & das verdammt ernst nimmt!
Unter der Regie von Steve Shill gehen Idris Elba, Ali Larter & (der Hauptgrund warum ich mir den Film überhaupt erst angesehn hab) Beyoncé Knowles auf ein Abenteuer, das ungeahnte Ausmaße erreicht.

Der Film ist leider viel zu simpel aufgebaut. Der perfekte, gutaussehende, erfolgreiche, treue Ehemann, zieht mit seiner wunderschönen, perfekten Ehefrau & ihrem perfekten kleinen Ehekind in ein neues perfektes Ehehaus. Die neue im Büro ist zwar heiß, aber er gibt sich ihr in keiner Sekunde hin & bleibt der perfekte Ehemann. Sie wiederum hat kein Problem im Büro genau den Job zu kriegen der sie ihm am nächsten bringt, sein Haus zu finden, in das Haus reinzukommen, die Schlüssel zu seinem Hotelzimmer zu bekommen u.s.w.
Außerdem fehlt es dem Film für einen Thriller an Spannung. Es klingt zwar sehr nervig, dass eine Frau nicht lockerlassen will, was man auch tut & sie vielleicht sogar die Ehe gefährdet, aber es ist nicht wirklich bedrohlich. Es gab kaum eine Situation in der ich im vorhinein dachte, dass sie sich zu einer wirklichen Gefahr entwickelt könnte. Die grundidee hätte sich wahrscheinlich besser als Liebesdrama bewährt.

Fazit: Zu steril & nicht überzeugend genug durchdacht. Für einen gechillten Sonntagabend ohne zu hohe Erwartungen.

Blasse Farben.

Donnerstag, 25. August 2011

Mr. Magorium's Wonder Emporium


Ich weiß nicht genau was Kinderfilme & Bücher an sich haben, dass mich in ihren Bann zieht. Zweifellos hat die Moral die vermittelt werden soll in den gelungenen Fällen sowohl eine erdrückende Wahrheit als auch eine unberührte Romantik. Aber es scheint auch eine subtile Magie von guten Kindergeschichten auszugehen. Diese Geschichte gehört zweifelsohne dazu und das nicht nur weil es um ein magisches Spielzeuggeschäft geht.

Zach Helm, der Regisseur und Autor des 2007 erschienenen Films, dessen Titel sehr treffend mit 'Mr. Magoriums Wunderladen' übersetzt wurde, hat sich nicht nur mit diesem Werk meinen Respekt verdient, sondern auch mit 'Stranger than Fiction', den er auch geschrieben hat.
Dustin Hoffman (links im Bild) spielt den sowohl wunderbaren als auch wunderlichen Besitzer des Spielzeugladens, der trotz seines enormen Alters wie kein anderer seine kindliche Freude & erfrischende Naivität bewahren konnte.
Natalie Portman ist eine begnadete junge Pianistin, gerade dabei ihr erstes Klavierkonzert fertig zu komponieren, die schon seit Kindesalter in dem Laden des Magorium arbeitet.
Der junge Jason Bateman (rechts im Bild) spielt einen Jungen der den Großteil seiner Freizeit in ebendem Laden verbringt, es aber trotz dem nicht schafft Freunde zu finden.
Auf unbeschwerte Weise erzählt uns Zach Helm wie dieses kleine Ensemble eine Krise überwindet und zeigt uns ganz nebenbei wie schön das Leben sein kann, wenn man es schafft in allem das besondere zu sehen.

Eine luftig locker-leichte Freude für die Kleinen.

Magisch leuchtende Farben.