
Donnerstag, 27. Mai 2010
Lyrik

Mittwoch, 19. Mai 2010
Mein Kind vom Mars

Der Film "Mein Kind vom Mars" oder "Martian Child" für die Amerikaner erzählt eine rührende Geschichte, die von wahren Begebenheiten inspiriert wurde. Ein erfolgreicher Fantasyautor, der in seiner Kindheit selbst zur Sorte Eigenartig gehörte, adoptiert ein Kind, dass felsenfest davon überzeugt ist ursprünglich vom Mars zu stammen. Das ganze stützt er mittlerweile nicht nur auf die Erinnerung als Baby vor einem Gebäude gefunden worden zu sein, um dann in einem Heim den Großteil seiner Kindheit zu verbringen. Das deutet doch wohl alles auf Eltern vom Mars, oder nicht? Aus der Ratlosigkeit, wie als frischer Elter mit seinem neuen Sohn umzugehen entsteht eine bewegende Geschichte.
Der Film stützt sich auf das Buch "The Martian Child", ein Werk David Garrolds. Es wurden allerdings, was ich als Schreiber auch maßlos unverschämt finde, einige Grundlegende Veränderungen vorgenommen, die den Skript "Filmgerechter" machen sollten. Zum Beispiel ist der Autor auf den sich die ganze Geschichte stützt im Buch homosexuell, im Film ist davon aber nichts zu bemerken. Es gibt sogar eine Frau, bei der man nicht so recht weiß ob sich etwas zwischen ihnen entwickelt oder nicht.


Trotz der Änderungen, ein in der Suppe unserer Empfindsamkeit rührender Film mit vielen schönen Momenten. Besonders zum Schluss hat er mich mitgerissen.
Viele Bunte Smarties.
Dienstag, 18. Mai 2010
Rock n Rolla

Wieder ein Meisterwerk von Guy Ritchie. Im ähnlichen Stil gehalten wie Snatch: Frech, lässig, souverän und voller unverwechselbarer Situationskomik. Dieser Mann weiß was er macht! Er gehört zu den Regisseuren, die das was sie verfilmen auch am liebsten selbst geschrieben haben.

Guy Ritchie hat es geschafft diese Geschichte, in der sich so viele verschiedene Parteien immer weiter ineinander verheddern, zu erzählen, ohne dass man Schwierigkeiten hat mitzukommen. Die Probleme die er geschaffen hat sind klar verständlich und wenn sie nicht simpel sind, versteht er es sehr gut uns genau die Informationen zu geben, die wir brauchen um die Figuren nachvollziehen zu können, ohne uns mit Rechnungswesen oder Astrologie auskennen zu müssen. Eine Kleinigkeit die mir neben seinem situativen Humor noch aufgefallen ist, ist sein minimalistischer, aber gut gesetzter Einsatz von Effekten wie Zeitlupe oder geschriebenem Text mitten im Bild der Szene.
Ich glaube wenn Quentin Tarantino eine Szene in dem Film drehen würde, würde es gar nicht allzu sehr auffallen.
Gangsterfarben!.. Killah-Rot, mean green & knallhartes Pink!
Sonntag, 16. Mai 2010
Das weiße Band

Es gibt viel zu viele deutsche Filme die ich nicht kenne und ja ich schäme mich auch (ein wenig), aber trotzdem kann ich mit standfester Sicherheit schreiben, dass "Das weiße Band" bei der Pyramide der deutschen Produktionen einen Platz ganz oben ergattert hat.


Was mir aufgefallen ist, ist dass der Film nicht nur vollkommen auf Farbe verzichtet, sonder auch gänzlich auf Filmmusik. Es gibt durchaus Szenen mit Musik, aber sie ist immer Teil des Geschehens. Wenn man Musik hörte, wurde in dem Film tatsächlich irgendwo musiziert. Es war beeindruckend zu sehen wie dramatische Szenen, die heutzutage von rührender Musik à la Hans Zimmer oder John Williams untermalt würde, noch bedrückender sind wenn man einfach die Stille als musikalischen Hintergrund benutzt.
Der beste deutschsprachige Film den ich bis jetzt sah. Nicht für Bruce-Willis-Fanatiker und Actionfilmhelden, aber wer eine tiefgehende Geschichte miterleben möchte: Das weiße Band!
Farbig trotz Schwarz-Weiß & musikalisch ohne Musik.
Dienstag, 4. Mai 2010
Peaceful Warrior

Eine zwei Neuntel Ewigkeit ist es her, dass Griin mir den Trailer zu Peacefull Warrior zeigte. Ein Film über einen Akrobaten? Den mussten wir uns natürlich hineinziehen! Es erwies sich in den Monaten und Jahren darauf aber als recht schwierig ihn zwischen die Finger zu kriegen. Jetzt endlich haben wir ihn gefunden und auch gleich geguckt!Es stellt sich heraus, dass es in dem Film weniger um Akrobatik, als um die Lebensweisheiten geht, die der Protagonist von dem alten Herrn lernt, der an der Tanke arbeitet. Dieser mysteriöse Mann zeigt ihm in seiner skurrilen Art auf, was an seiner Lebenseinstellung falsch ist und wie er das ändern muss um ein (friedlicher) "Krieger" zu werden. Immer wenn der junge Turner denkt er hätte nun verstanden, lernt er eine neue Lektion, die ihm das Gegenteil beweist.
Der Film ist zwar gefloppt, weswegen er auch so schwer zu erreichen war, das liegt aber daran, dass die Sportart nicht Jedermans Geschmack entspricht. Ich kann nicht behaupten dass es sich um ein Grandioses Werk handelt, würde ihn aber eher positiv als negativ bewerten.
Leicht ausgeblichene, trotzdem tiefgreifende Farben.